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Burj al Arab - Märchen aus 1000 und einer Nacht
Was für ein Traum, der in den Jahren von 1994 bis 1999 entstanden ist. Was für ein Traum mit 321 Metern Höhe. Was für ein Traum an Baukosten: 1,5 Milliarden US-Dollar. Und der Traum hat auch einen Namen: "Burj al Arab", im Meer vor der Küste Dubais gelegen, dessen Pfeiler mehr als 40 Meter in den Meeresboden gestampft wurden. Ein silbernes Segel im glänzenden Kontrast zu einem stahlblauen Himmel.
Was für ein Hotel der Gigantomanie, des gigantischen Luxus, des gigantischen Prunks arabischen Interieurs. Magnet für die Reichen dieser Welt und unerreichbar für die meisten Menschen auf dieser Welt. 15 Kilometer von Dubai und knapp 300 Meter vom Strand entfernt, nur durch einen schmalen Damm verbunden, um die Gäste, die sich für etwa 100 Euro im Rolls Royce, inklusive Chauffeur, vom Flughafen Dubai zum Hotel "Burj al Arab" bringen lassen. Gäste, die es sich nicht leisten können, mit einem Hubschrauber auf den hoch gelegenen Landeflächen im 28. Stock anzukommen. Beobachtet von den vielen Touristen, dies sich an der Jumeirah Beach vor grandioser Kulisse erholen möchten.
28 Stockwerke hat dieses arabische Monument, die man mit 18 Aufzügen erreichen kann – und was man nicht alles erreicht. Mit einem der schnellsten Aufzüge die jemals gebaut wurden rast man in die „Sky View Bar“ mit einem der sensationellsten Blicke auf Dubai. Vor dem Abendessen, wenn es schon dunkelt und in Dubai die Lichter angehen, ist es Pflicht, seinen Aperitif in schwindelerregender Höhe einzunehmen, um dann wieder in Sekunden per gläsernem Fahrstuhl nach unten zu rasen. Dann muss man das „Fahrzeug“ wechseln: Um das Unterwasser-Restaurant „Al Mahara“ zu erreichen, steigt man in ein U-Boot um, das die Gäste in drei Minuten in dieses Speiseparadies, mit allem, was das Meer zu bieten hat, befördert. Tief im Arabischen Golf zu speisen, von gläsernen Wänden umgeben, die die Blicke auf die bunte Welt der Fische freigeben, das ist ein Erlebnis zu entsprechendem Preis.
Gäste, denen das Speisen unter Wasser zu aufregend ist, können oben in der Höhe bleiben und im „Al-Muntaha-Restaurant" das Dinner genießen. Mit einer anderen Aussicht, die vielleicht noch faszinierender ist als die von der Bar aus.
Dass man sich den landesüblichen Sitten Gebräuchen anpassen muss, das bemerkt man spätestens dann, wenn man die überdimensionalen Spa- und Wellness-Bereiche des "Burj al Arab" aufsuchen möchte. Die Damen und die Herren müssen in getrennten Einrichtungen ihre Körper pflegen – Gemeinsames in diesem Bereich ist absolut unmöglich. Was aber angeboten wird, sprengt alles: Pools, Whirlpools und Bäder, die so viel Eleganz ausstrahlen, dass manche es gar nicht wagen, sie auch zu benutzen. Hier werden Verwöhnungswünsche wahr.
Und dies setzt sich in Zimmern fort. Das ist nur ein Scherz, denn im "Burj al Arab" gibt es keine Zimmer – es gibt nur Suiten.
Einen neuen Maßstab an Luxus setzend, bietet das Hotel folgende Auswahl an Suiten: 142 169-Quadratmeter-Deluxe-Suiten, 18 225-Quadratmeter-Panorama-Suiten, vier 330-Quadratmeter-Club-Suiten, 28 335-Zweizimmer-Suiten, sechs 670-Quadratmeter-Dreizimmer-Suiten, zwei 667-Quadratmeter-Präsidenten-Suiten und zwei 780-Quadratmeter-Royal-Suiten. Diese Aufzählung muss sein, um zu verstehen, in welchen Dimensionen hier gewohnt wird.
Ein Beispiel: Die „Deluxe Suite“ ist die „billigste“ und am „einfachsten“ ausgestattete Suite, und sie ist „nur“ 170 Quadratmeter groß. Gedacht ist diese Suite für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Man residiert in einem privaten Aufenthaltsraum, einem Esszimmer für vier Personen, man hat eine private Bar und ein Badezimmer der Luxusklasse, selbstverständlich mit Jacuzzi.
Das teuerste, das beste, das größte „Zimmer“ ist die „Royal Suite“. 780 Quadratmeter im 25. Stock, das ist der „Gipfel“: ein persönlicher Aufzug, ein eigenes Kino, ein großer Essbereich, eine eigene Bücherei und einen so genannten „Master Bedroom“. Man kann den Luxus, das Interieur nicht beschreiben, da es unbeschreiblich ist, was vier Erwachsenen und zwei Kindern zur Verfügung steht.
Wer in einem anderen Hotel wohnt, kann sich zum „Afternoon Tea“ im "Burj al Arab" anmelden, eine der wenigen Chancen, diesen „Tempel des luxuriösen Wahnsinns“ persönlich von innen zu bestaunen.
Eine günstige Möglichkeit im "Burj al Arab" zu wohnen sind Pauschalangebote. Und wer sich diesen Luxus einmal in seinem Leben gönnen möchte, der sollte nicht mit dem Cent rechnen müssen. Zu viel würde man versäumen, und auf die vielen Vornehmlichkeiten und Genüsse zu verzichten, das sollte man sich nicht antun. Mit dem "Burj al Arab" werden Märchen aus 1000 und einer Nacht zur Wirklichkeit - und das will etwas heißen.
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