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Ihr Reiseführer für Dubai

Heritage Area in Sharjah


Die sieben Vereinigten Arabischen Emirate mit einer Gesamtgröße vergleichbar der Größe von Österreich liegen idyllisch an den weißen Stränden des persischen Golfs im Südosten der arabischen Halbinsel. In nur wenigen Jahren hat der Staatenbund etwas weltweit einmaliges geschaffen.

 

Von einem unbekannten und unbedeutenden Flecken Erde in der arabischen Wüste, deren Einwohner hauptsächlich vom Perlentauchen lebten, entwickelten sich die Emirate quasi im Zeitraffer zu einem der modernsten Länder der Erde.

 

Die Geschichte und Entwicklung, für die andere Länder Jahrhunderte benötigten, absolvierten die Emirate innerhalb weniger Jahre. Noch vor vierzig Jahren gab es hier weder Elektrizität noch befestigte Strassen. Heute trifft man auf hochmoderne, architektonische Meisterleistungen und modernsten Luxus.

 

 

 

Die Einwohnerzahl hat sich vervielfacht, Millionen von Menschen überwiegend aus Indien und Pakistan haben hier einen Arbeitsplatz gefunden. Die Einheimischen leben in überschwänglichen Luxus. Von Tradition und Kultur ist wenig übriggeblieben.
Das Emirat Sharjah befindet sich direkt neben dem berühmten Bruder Dubai, es gilt als die Kulturhauptstadt der Emirate.

 

Wunderschöne Moscheen und stilechte Paläste umgeben von weitläufigen, symmetrischen Grünflächen prägen das Stadtbild. Zur Erhaltung der ursprünglichen Kultur restaurierten die Einheimischen unter Führung des Scheichs einen Teil der Altstadt sehr aufwendig.

 

Die Heritage Area, die Region des Kulturerbes entstand. Eine ganze Reihe prächtiger Kaufmannshäusern wie das Al Midfa-Haus wurden aufwendig saniert und erstrahlen seitdem in ursprünglichem Glanz. Das Gebiet erscheint heute im Kostüm aus Tausend und einer Nacht. Es paßt so wunderbar in diese Wüstenlandschaft und erfüllt den Traum Arabiens, den viele Besucher im hochmodernen, sterilen Dubai vermissen.

 

In einigen Gebäuden der Altstadt finden kulturelle Museen ihren Platz, die von der Zeit vor der Entdeckung des Öls erzählen. Das Islamische Museum beispielsweise wurde durch die Anstrengungen der Regierung zu einem Prachtexemplar. Hier werden seltene islamische Exponate dargestellt.

 

Das Museum unterstreicht die starke Verbundenheit des Emirates Sharjah nebst Hoheit Dr. Scheich Sultan bin Mohammed Al Qassimi, einziger Doktor unter den herrschenden Scheichs, mit der arabisch-islamischen Tradition. Neben islamischen Schriften wird auch Kunst und Handwerk präsentiert. Archäologische Funde, Silbermünzen und Waffen gehören ebenso zum Repertoire des Museum wie Werkzeuge und Schmuck.

 

Besucher erleben in diesem wunderschönen Gebäude sehr anschaulich über 1400 Jahre alte Geschichte. Die Hauptattraktion des Islamischen Museums ist das Shamsi-Haus, ein nachgestelltes arabisches Wohnhaus.
Mitten in der Altstadt von Sharjah befindet sich auch ein traditioneller, arabischer Souk, der Souk al Arsah.

 

Aus klimatischen Gründen ist er in einem gut temperierten Steingebäude errichtet mit einem großen Platz in der Mitte, auf dem Shisha rauchende Händler gemütlich verweilen. Rund um den Mittelpunkt des Souks sind kleine, offene Geschäfte angeordnet, in denen typisch arabische Produkte angeboten werden.

 

Überall finden sich Artikel aus Kashmir in den schönsten Farben und Mustern als Schals oder Tücher, Kissenhüllen oder Wandbilder. Zeigt ein Besucher Interesse, wird er vom jeweiligen Verkäufer beinah überfallen. Doch diese typische Verkaufsmethode hat lange Tradition und gehört zum arabischen Einkaufsvergnügen dazu. Das Handeln ist keine kapitalistische Angelegenheit, die rein zum Geldverdienen dient.

 

Handeln erhöht das Vergnügen und fördert die Kommunikation. Nirgends können Besucher sich besser im Handeln probieren als hier auf diesem wunderschönen arabischen Markt. Die Händler sitzen in ihren charakteristischen weißen Gewändern, die vor der Gluthitze im Sommer schützen soll. Am Morgen herrscht Ruhe und Trägheit, während der Gebetszeiten passiert beinah gar nichts.

 

 

 

Doch mit der Dämmerung erwacht das bunte Treiben. Überall duftet es nach Weihrauch und Gewürzen, frischer, schwarzer Tee wird als Nationalgetränk serviert.
Hauptattraktion der kulturellen Zone Sharjahs sind die im arabische Stil errichteten Kaufmannshäuser mit ihren typischen Windtürmen. Diese Türme dienten als erste natürliche Klimaanlage. Bereits in Beduinenzelten fanden Sie Anwendung. Diese Türme mit einer relativ großen quadratischen Grundfläche gab es vor einigen Jahrzehnten auf allen Häusern.

 

Sie sind nach oben hin offen und nur durch ein kleines Dach bedeckt. Sie führen als Rohr in den Raum hinein. Im Turm sammeln sich Winde, die nach unten ins Haus weitergeleitet werden und dort für ein wenig Abkühlung sowie einen frischen Wind sorgen. Die Funktionsweise wird im Heritage Museum anschaulich dargestellt.

 

Die Häuser in der restaurierten Altstadt erstrahlen im charakteristischen Sandton und passen sich fantastisch ins Stadtbild ein. Unverkennbar fügen sich so charmante Familienresidenzen wie das Al Midfai Haus in einer ruhigen Gegend direkt hinter dem Souk oder auch Bait al Nabooda Haus ins historische Stadtbild. Sie werden ergänzt vom angrenzenden Gewürz- und Fischmarkt, der die arabische Kultur lebendig werden läßt.

 




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