Khor Kalba
Khor Kalba gehört zu Sharjah, dem drittgrößten der sieben Staaten, die gemeinsam die Vereinigten Arabischen Emirate bilden. Es ist das einzige Emirat, das an zwei Ozeane grenzt. Zum einen an den Indischen Ozean, zum anderen an das Arabische Meer.
Khor Kalba findet man am südlichsten Zipfel der Küstenlinie des Indischen Ozeans. Die Region schmückt sich mit dem schönsten Muschelstrand der Welt und einer bunten und vielfältigen Vogelwelt.
Sie endet in einem riesigen Mangrovensumpf, der zahlreichen bedrohten ‚Tierarten ein Zuhause bietet. Das Hinterland besteht aus einer beeindruckenden, roten Sandwüste. Khor Kalba liegt in einem fruchtbaren Gebiet ohne Wassermangel mit hoher Pflanzenvielfalt. Die Hauptstraße von Khor Kalba führt in Form einer wunderschönen Promenade mit vielen Geschäften am Meer entlang.
Durchzogen ist die Landschaft von Wadis, von Trockentälern mit steilen Seitenwänden, die sich hervorragend zum „Wadi Bashing“ eignen. Bei dieser Sportart fährt man – vorzugsweise mit einem Allrad-Jeep – mit Vollgas durch die Dünen. Bei Regen sollte man sich allerdings von den Wadis fernhalten. Dann sammelt sich das Wasser in den Tälern, steigt rasend schnell an und kann zur Lebensgefahr werden. Die entsprechenden Wüstenfahrkurse für diesen Sport werden gleich vor Ort von erfahrenen Lehrern angeboten.
In Khor Kalba findet man noch zahlreiche Dörfer, in denen die Bewohner nach alter traditioneller Art leben. Das Emirat Sharjah gilt ohnehin als das konservativste der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Religion, der Islam, spielt hier eine sehr große Rolle und Touristen sollten sich dementsprechend kleiden.
So gelten beispielsweise an den Stränden sogar gewisse Kleidungsvorschriften. Frauen sollten ihren Bikini tunlichst im Koffer lassen und sich nicht zu freizügig zeigen, sonst drohen hohe Geld- oder sogar Haftstrafen. Gleiches gilt für den Alkoholkonsum. Es herrscht striktes Alkoholverbot, von dem Touristen nicht ausgenommen sind.
Von November bis April liegen die Temperaturen bei 18 bis 30 Grad. Die Tage sind sonnig, die Abende lau. In diesen Monaten ist auch die Luftfeuchtigkeit niedrig und es lässt sich in einem angenehmen Klima auf der Promenade spazieren gehen.
Von Mai bis September steigen die Temperaturen allerdings auf bis zu 45 Grad um die Mittagszeit. Die Luftfeuchtigkeit liegt dann bei fast 100 Prozent. Selbst in den Nächten sinkt das Thermometer lediglich auf 25 Grad, sodass viele der Einheimischen die warme Jahreszeit in kühleren Regionen verbringen.
Wer die Region im Januar, im Februar oder im März besucht, sollte Gummistiefel und Regenjacke in den Koffer packen. In diesen Monaten kommt es ab und an zu starken Regenfällen und tropische Stürme fegen durch die Straßen.
Wer Khor Kalba besucht, der darf es sich nicht nehmen lassen, eine Kanufahrt durch die Mangroven zu machen. Möglicherweise bekommt man hier den weißgefiederten Eisvogel zu sehen, der vom Aussterben bedroht ist und nur noch in diesem Naturreservat zu finden ist. Hier gibt es auch einige Gelegenheiten, zu campen.
Eine weitere Möglichkeit, ein unvergessliches Erlebnis mit nach Hause zu bringen, ist das Tiefseetauchen, das sich gerade an der Ostküste anbietet. Der indische Ozean mit seinem klaren Wasser macht die Sicht frei auf Schildkröten und tropische Fische.
An manchen Stellen kann man darüber hinaus wunderschöne Korallenbänke bestaunen. Wer allerdings auf den Fund einer der berühmten arabischen Perlen hofft, muss enttäuscht werden. Sie zählen mittlerweile zu den Raritäten. Doch über 500 Fischarten aller Arten und Formen sollten wirklich jeden Tiefseetaucher begeistern.
Goldene Sandstrände umgeben von Felsen und blauem Wasser runden dieses Erlebnis ab. Mittlerweile werden an den Küsten auch zahlreiche moderne Wassersportarten angeboten. Doch schon ein einfacher Schnorchel-Tag lohnt sich auf jeden Fall.
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